Berichte und Fotos

UNSER ZUHAUSE IN DER BISMARCKSTR. 62 – 64

 

 

Urkunde Mestemacher Preis 2017

 

 

 

 

 

Der Verein SoVital e.V. beteiligte sich im Sommer 2017 an dem von Frau Prof. Dr. Ulrike Detmers bundesweit ausgeschriebenem Mestemacher Preis "Gemeinsam Leben" zur Förderung von neuen Lebensmodellen.

Wir stellten das seit 9 Jahren bestehende 1. Wohnprojekt dieser Art in Gütersloh ausführlich vor und wurden in der Kategorie "Wohnemeinschaften" in dem Auswahlverfahren bewertet und erreichten einen Platz unter den Top 5. Uns trennten nur wenige Punkte von der Gesamtpunktzahl der Siegerplätze und erhielten neben der Urkunde mehrere Überraschungspakete aus dem Hause Mestemacher.

Und ein bischen stolz sind wir auch darüber, dass unser Wohnprojekt von Außen Anerkennung erfährt.

SOVITAL UNTERWEGS

Vom 20. bis 22 Juli 2018 waren 8 Sovitaler und ein Gast in Würzburg. Eine sehr gelungene Städtetour mit einigen Highlights. U. a. Stadtrundfahrt, Besuch der Residenz, Stadtrundgang mit dem Nachtwächter, Mexikanisches Essen. Wir danken Doris für die gute Vorbereitung.

Sovitalwanderer auf dem Rothaarsteig

Nachdem in den Anfangsjahren des Vereins der komplette Hermannsweg und Teile des Eggeweges erwandert wurden, machten sich 2016 an zwei Wochenenden Brigitte, Bruni, Ulrike, Simone und Gert auf, den Rothaarsteig zu begehen. Ausgangspunkt der ersten drei Etappen war Brilon. Wir wanderten vorbei an den Bruchhauser Steinen und über den höchsten Gipfel unseres Landes, den Langenberg bis nach Winterberg. Dies war dann auch der Startort der zweiten drei Etappen, die uns bis nach Bad Berleburg führten.

Der Weg der Sinne, wie man zu Recht den Rothaarsteig bezeichnet, lädt dazu ein, die Natur aktiv zu erleben. Die Strecke von 154 km führt über den Kamm des Rothaargebirges von Brilon nach Dillenburg und bietet auf seiner abwechslungsreichen Wegeführung ungestörte Fernsichten - jedoch nicht bei jeder Witterung.

An unseren zwei Wanderwochenenden haben wir so einige Highlights erlebt, an die wir uns gern erinnern:

  • Gleich zu Beginn steiler Anstieg zur Möhnequelle
  • Imposante Bruchhauser Steine
  • Bei Schneetreiben über den höchsten Berg NRWs, den Langenberg mit 843 Höhenmetern
  • Übernachtung mit Schwimmbad
  • Missglückter Zimmerschlüsselklau
  • Pause mit Resteverzehr an der Ruhrquelle
  • Über den Kahlen Asten mit 841 Höhenmetern bei dichtem Nebel
  • Übernachtung mit Bernhardinerbewachung
  • Eine Hängebrücke über der Schlucht
  • Eine Busverbindung, die seit einem Jahr nicht mehr existiert
  • Unterhaltung mit einem Bullen
  • Traumhafte Landschaft auf unserem Weg nach Bad Berleburg
  • Zum Schluss noch verlaufen und nach zu ausgiebiger Pause im Schlosspark in Bad Berleburg noch den Bus um 10 Minuten verpasst - zum Glück gibt's Großraumtaxis
  • Erholung im besten Café mit den größten Torten in Winterberg

Trotz Blase am Zeh, diversen Gehproblemen, Regen, Schneetreiben, Nebel, teils schlechter oder sehr steiler Wegstrecken und müder Knochen mit schmerzenden Muskeln und Gelenken wollen wir die Wanderung 2017 fortsetzen. Die Wanderschuhe stehen schon wieder parat.


Das dritte Wochenende auf dem Rothaarsteig vom 29.09. bis 1.102017 führte uns vom Rhein-Weser-Turm über traumhafte Hochmoore, die Ginsberger Heide, die Ginsburg bis zu den Quellen der Eder, Sieg, Ilse und der Lahn.

Bemerkenswert war, dass wir bei diesen Etappen besonders viele und unterschiedliche Pilze am Wegesrand entdeckten, dass wir beinahe an mehreren riesigen Ameisenhaufen vorbeigelaufen wären und dass wir etwas über "Limnologie" (Wissenschaft von den Binnengewässern als Ökosysteme), eine "Kaffeebuche" und die "Eisenstrasse" gelernt haben. Ein Schluck aus der Ilsequelle bei Heiligenborn reichte aus, um uns alle um 10 Jahre zu verjüngen. Die Ilsequelle war bereits im Mittelalter als Heilquelle weit bekannt, geriet nach dem 30jährigen Krieg in Vergessenheit und erst in der Neuzeit wurde durch wissenschaftliche Untersuchungen die Besonderheit dieses Quellwassers, vergleichbar dem Wasser aus Lourdes, festgestellt.

Hervorzuheben in unserem Hotel waren die teils gut ausgestatteten Zimmer, die äusserst schmackhafte Verpflegung, die Versorgung mit belebten Wasser und der sehr informative Shuttleservice. Also das war ein insgesamt gelungenes Wanderwochenende bei durchweg schönem Wanderwetter ohne Ausfälle und ohne größere Blessuren - wohl aufgrund des belebten Wassers in der Ginsberger Heide und der "rechtsdrehenden" Ilsequelle. Wir alle, Brigitte, Bruni, Simone, Ulrike und Gert, sind hoch motiviert im Frühjahr 2018 den Rothaarsteig zu beenden, um dann neue Wege und Herausforderungen zu suchen.

Vom 28. April bis 1. Mai 2018 quartierten wir uns im Gästehaus Wilgersdorf ein und wanderten die letzten 2 großen Etappen des Rothaarsteiges von der Lahnquelle bis nach Dillenburg. Nach den anstrengenden aber machbaren Wegstrecken konnten wir uns im Gästehaus im Schwimmbad und der Sauna oder auch nur im Zimmer regenerieren. Das reichhaltige Frühstücksbufett stärkte uns für den Tag. Auch das abendliche Menue war hervorragend und sorgte mit den entsprechenden Getränken für die nötige Bettschwere. Begleitet wurden wir SoVitaler dieses Mal von Matthias, der für eine geplante Alpenüberquerung trainieren wollte. Wir sind alle sehr gespannt, welchen Weg wir demnächst einschlagen werden. Das wir weiter wandern, steht außer Frage.

10 Jahre Sovital

Unser Wohnprojekt wird zur Nachahmung empfohlen und wir würden zeigen, wie gut eine alternative Wohnform für ältere Menschen funktionieren kann, schreibt Birgit Copin in der gt-info. Aus Anlass unseres 10-jährigen Bestehens haben wir uns nicht nur in der Presse dargestellt, sondern auch für uns selbst zwei Gartentische mit Mosaiken gestaltet. Das eigentliche Fest beinhaltete, wie bei uns schon Tradition, ein üppiges Salatbufett, Grillfleisch und Würstchen, Musik, Tanz, Sketche, gute Wünsche und viele Gespräche. Als Gäste kamen ehemalige Mitstreiter, Nachbarn, Geschwister, Kinder, Enkel, Freunde und Interessierte.

FESTE

Die Highlights im August 2018 waren die runden Geburtstage von Helga und Annegret!

ENKEL OMAS & OPAS

GÄSTE

Poetische Momente

Ich freue mich

Ich freue mich auf die W G,
S o V i t a l in Gütersloh,
wenn ich des Morgens früh aufsteh,
vielleicht mal kurz zu „ihr“ hinseh`
und wenn sie winkt, lacht oder so,
dann sind schon gleich zwei Menschen froh.

Ich freue mich, denn nur allein,
versteckt und abgeschoben,
möcht` ich im Alter nun nicht sein,
vor allem nicht im Altenheim,
wo L i e b e ungelogen,
in „Bit“ wird abgewogen.

Ich freue mich auf dies Modell
und wünsch`, daß ich`s erlebe,
daß dieser Zündfunke springt schnell,
statt trübe möcht` es werden hell,
weil viele danach streben,
von sich etwas zu geben.

Ich freue mich und sage „JA“,
hör` schon das Echo schallen,
von Gleichgesinnten, das ist klar,
so wird das Altern wunderbar,
mir ist`s, als würd` vor allem,
das Alleinsein wegfallen.

Gütersloh, den 14.10.07
Ernst Imkamp

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Hecken – Fieber

Hecken – Fieber

Nun schon wieder, oh wie toll,

sind die Tonnen wieder voll

und man kann es gar nicht fassen,

daß im Herbst nicht fallen lassen,

uns`re Hecken: Rotbuch`zucht,

seinesgleichen man halt sucht.

Heinrich ist zuerst gekommen,

hat die „Braunen“ vorgenommen,

bis sie ihm dann sozusagen,

nur noch vor den Füßen lagen.

Elsbeth schaute auf sein Treiben,

nebenan konnt`s nicht so bleiben,

mit dem Federbesen quer,

ging`s nun an der Hecke her,

dies Jahr war`s ihr erster Strich,

doch den Zweiten glaubste nich.

Do und Mo fahrn zu den Sielen,

wollen dort mit Krabben spielen,

Elsbeth schreitet ab die Strecke,

von Mo bis zu Ulis Ecke

ist, wenn`s auch fast keiner glaubt,

die Hecke hernach entlaubt.

Willi denkt in diesem Sinne,

wie er`s Laub sieht, oh- ich spinne,

Elsbeth lacht sich nur ins Fäustchen

und macht flott ein kleines Päuschen.

Gütersloh, den 24.4.2016

ernst imernst

Bett – Geflüster

Elkeringhausen 11.4.2015

Bett – Geflüster

Früher, ich sag mal vorzeiten, konnten Betten kaum bereiten,

eine „l a n g e“ Liegerzeit, kein Mensch war dazu bereit.

Liegen? Oh nein, mehr im Sitzen, mußte „Max“ die Ohren spitzen,

ob Schwesterlein wohl zu spät, wieder mal zur Schule geht.

Magd Olga stürmt aus der Kammer, wiederholter alter Jammer,

Schornstein, Ofen, Küche kalt, gibt es nun das Frühstück bald?

Heute sind die Betten Pritschen, ohne Enden, Seiten, Fitschen,

nur weil es die Nutzer wollen, zum Verschieben, ja mit Rollen.

Ehebetten? Ausgezählt! Weil man die heut` ander`s stellt,

gegenüber- hin und her, diagonal- noch viel mehr.

Früher knarrten die Matratzen, Kinder zogen höhnisch Fratzen

und klein Erna auf dem Töpfchen, zupfte brav an Puppes Röckchen.

Ja, so war es anno-tuck, heute geht`s nur noch ruck-zuck

und der Mond wie eh und je, sagt: gut daß ich`s einseitig seh`.

Im Bonifatius-Haus, weißt Bescheid, sind die Betten neunzig breit,

einseitig höher und behände, dazu noch mit Kopf- und Fußende.

Diese Nacht wird`s wieder düster, halber Mond mit Bettgeflüster,

was uns bleibt, das ist der Schwung, märchenhaft die Erinnerung.

Die meiste Uhrzeit, nicht gelacht, haben wir nachts in den Betten verbracht,

alles in allem, es war recht gut, rückwirkend sind wir voll ausgeruht.

ernst imernst